lunes, 15 de junio de 2009

Dritte Idee: die Umarmung.

Natürlich zu gehen und dem Rhytmus zu folgen, ist die Basis für das Tango tanzen.

Und dann die intime Umarmung, in der man mit dem Partner tanzt.

Durch diese Kombination wird das Gleichgewicht wichig.

Wenn du wirklich gut tanzen willst, merk`dir diesen:
DIE UMARMUNG IST ALLES.

Eine richtige Umarmung ist auch ein richtiger Tanz.

Wie sieht eine richtige Umarmung aus?

Mann und Frau gegenüber, der Mann legt seinen rechten Arm um die Taille der Frau, er zieht sie sanft an sich, so dass Oberkörper und Oberkörper vereint sind. Der linke Arm des Mannes und der rechte der Frau sind "frei". Sie verbinden sich Hand(fläche) in Hand(fläche) auf Augenhöhe. Die Frau umarmt den Hals des Mannes. Und beide formen einen 45°-Winkel, Wange an Wange mit Blick auf die vereinten Hände.

Die Umarmung muss natürlich auch "natürlich" sein und vor allen Dingen bequem.

Meister Firpo macht dies hier absolut deutlich.



Gleichgewichtskonzept

Im Tango ist eins plus eins = eins.

Die Idee des Gleichgewichts basiert darauf, dass sich der eine an den anderen "stützt", ohne sein eigenes Gleichgewicht zu verlieren.

Ich lehne mich an dich an und du dich an mich.

Roxina und Adrian zeigen uns eine richtige Umarmung und das Gleichgewichtskonzept.




Die richtige Umarmung beim Tango tanzen ermöglicht, dass die Schritte und Bewegungen natürlich und einfach gelingen.

Dadurch verschmelzen zwei Tänzer in einen.

Tango de Salón

Es gibt nur einen Tango.

In seinen Anfängen tanzte man ihn ganz nah Körper an Körper.

Es ist ein intimer und verführerischer Tanz.

Der Tango entstand in Bordellen, in Hafenkantinen und dort, wo generell alles passieren kann.

Nach und nach wurde der Tango so berühmt, dass er der Volkstanz von Buenos Aires, Rosario und Montevideo wurde. Sie tanzten ihn überall und zu jedem Anlass.

Ernest und Anna interpretieren diesen Tangostil, bekannt unter dem Namen corte, canyengue oder milonguero.




Wir müssen berücksichtigen, dass wir hier über die 20er und 30er Jahre reden, wo Buenos Aires viele Imigranten aus allen Teilen der Welt hatte, besonders aus Europa und der ländlichen Zone. Diese Vermischung reicherte den Tango an, bis es schliesslich der Volkstanz wurde.

Die Aristokratie Argentiniens, die ihren Blick nach Europa richtete, begann sich für den Tango zu interessieren, besonders weil die französische Aristokratie es war. Beide, Argentinien und Frankreich waren sehr verbunden durch ihre Kultur, vor allem der der Leute in Paris und durch ihren gemeinsamen Handel.

So entstand ein Stil, der tango de salón.

Der Grund war eigentlich nur, dass man in den Sälen der Aristokraten nicht so tanzen konnte wie in den Randgebieten. Zu dieser Zeit war es nicht gut angesehen, so intim und "frech" zu tanzen.

Die Konzentration des tango de salón richtet sich vor allem auf die Haltung, die Eleganz und die eben nicht so verführerische Art auf der einen und der Einfachheit (Schlichtheit) auf der anderen Seite.

Im folgenden Video tanzen Javier und Geraldine den tango de salón.





Der tango de salón entstand nach dem tango de corte (oder auch genannt canyengue oder milonguero).

Man tanzt ihn überall auf der Welt. Und es ist einfach der beste Stil, um Tango tanzen zu lernen.

Zweite Idee: Gehen nach dem Rhytmus.

Wenn du erstmal natürlich gehst, dann solltest du das nur noch nach dem Takt (Rhytmus) des Tangos tun.

Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen Takt oder Rhytmus und Melodie der Musik.
Takt und Rhytmus ist das Gleiche, es ist die Basis des Liedes.

Für Leute, die es nicht gewohnt sind, Tango zu hören, ist es nicht einfach, den Takt zu erkennen. Es ist dieses "clan-clan", was meistens vom Piano kommt oder von einem der Bandoneone.

In eigentlich jeder Musikrichtung kommt der Rhytmus vom Schlagzeug und vom Bass, die Gitarre spielt die Melodie.

Der Tango-Rhytmus ist ein vier-Viertel-Takt.

Die meissten denken, man tanzt mit den Füßen. Das ist so nicht ganz richtig. Die Bewegung fängt in den Armen an und geht zur Hüfte und dann in die Knie und zum Schluss in die Füße.

Folge einfach dem Rhytmus 1 - 2 - 3 - 4.
Osvaldo y Coca tun es im nächsten Video:


Die Grundidee des Tangos: Gehen.

Tango tanzt man gehend nach dem Takt des Orchesters. Lernen wir also zuerst, zu gehen.

Gehen ist ja was ganz natürliches, aber ob wir auch korrekt gehen, ist eine andere Frage.
Über Gehen oder Atmen oder über andere natürliche Funktionen des Körpers denken wir nicht nach. Es ist eigentlich alles perfekt von der Natur ausgestattet.

Betrachten wir das Gehen. Wenn du die Leute beim Gehen beobachtest, merkst du, dass es tierische viele Formen des Gehen gibt: einige ziehen den Fuß nach, einige laufen gekrümmt, andere total angespannt, andere wie Pinguine, oder super cool etc.

Wie gehe ich denn richtig?

Wie es natürlich ist:

Gerader Rücken aber nicht angespannt.
Relaxte Arme (sehr wichtig) und den Blick nach vorn.
Die Idee ist, erst den Schritt - dann das Gewicht. Im Tango gibt es permanent einen Wechsel des Körpergewichts von einem Fuß auf den anderen. Der Fuß, der den Schritt macht und der, der sich nicht bewegt, letzterer hat das Körpergewicht solange bis wir uns entscheiden, es wieder auf den anderen Fuß zu verlagern.
Das Ganze wird begleitet von der Hüfte, die Hüfte ist das Zentrum des Gleichgewichts des Körpers, auch um Oberkörper, Arme und Beine ohne Anstrengung bewegen zu können.
Lineal gehen. Stell dir vor, dass es eine Linie zwischen unseren Füßen gibt. Man geht immer entlang der Linie. So können sich die Füße liebkosen oder sagen wir einfach sie gehen nach dem erst Schritt - dann Gewicht-Prinzip.

Wenn wir so gehen, was ja eigentlich nicht schwierig ist, gehen wir natürlich, das heisst relaxed und elegant. Abgesehen davon ist mit natürlichem Gehen ein gesunder Rücken, ein beserer Blutfluss und damit mehr Sauerstoff für unser Wohlbefinden gesichert.








Gehen wie eine Katze oder Raubkatze ist ideal. Ihr Körper scheint zu schlafen, sie geht relaxt und schleichend, zunächst Schritt und dann Gewicht, ihre Sinne sind wach.

sábado, 13 de junio de 2009

Gibt es Tangostile?

Das ist eine bedeutende Frage. Zumal hierzu eine Polemik existiert, die von intellektuell bis sentimental reicht.

Für uns persönlich gibt es zwei Stile:
- "tango de corte" und
- "tango de salón".

Alles Andere sind Variationen, die jeweils von Zeit und Ort abhängen.

Der Tango hat verschiedene musikalische Einflüsse:
la habanera (Rhytmus aus Kuba), el tanguillo andalúz (Rhytmus aus Andalusien), la milonga campestre (Rhytmus aus Argentinien, La Pampa) und el candombe (Rhythmus der Afrikaner aus Argentinien und Uruguay, Río de la Plata).

Merkwürdigerweise ist zuerst der Tanz und dann die Musik entstanden!

Am Anfang gab es ein Orchester mit drei Instrumenten: Gitarre, Flöte und Kontrabass.

Mit der Zeit entstand dann das Quartett mit Violine.

Mit dem "Bandoneón" und dem Klavier formt sich das Sechstett, das klassische Tangoorchester.

Der Original-Takt des Tangos ist ein zwei-viertel-Takt.

Im folgenden Video, tanzen Cachafaz und Carmencita Calderón "El Entrerriano" im zwei-viertel-Takt.



Warum Tango tanzen?

Tango zu lernen ist etwas, was eigentlich jeder schon mal lernen wollte.

Wer einmal anfängt, fragt sich: "Warum habe ich es nicht schon früher gemacht?"

Es scheint so, als dass in der Frage selbst bereits die Antwort steckt: "Weil ich soviel magische Momente hätte erleben können."

Der Tango hat etwas, was man nicht mit Worten ausdrücken kann, sagen wir, er hat Magie.
Magie kann man nur spüren, wenn man sie ausprobiert. Magie, die man dann spürt, wenn man sie tanzt.

Für uns ist Tango tanzen mehr, als zum Tangounterricht zu gehen und ein paar Schritte zu lernen...
Das Wichtigste aber ist, dass du durch dich selbst mehr über dich erfährst.
Dass es dir ermöglicht, empfänglicher, aufmerksamer und sensibler mit dir und dem Anderen zu sein.
Dass du die Sprache deines Körpers kennenlernst, sie wahrnimmst und mit ihr deine Emotionen ausdrückst.

Das alles lerne ich mit dem Tango?

Du wirst es entdecken, das hängt natürlich von dir ab. Dabei mehr von deiner Empfänglichkeit als von deiner Anstrengung. Es ist etwas, was kommt, ohne es zu erwarten. Man kann es nicht suchen, aber wenn du aufmerksam bist, kannst du es kennenlernen, weil es in dir ist.

Wir laden dich zum Experimentieren ein.

Und...du spürst die Magie des Tangos.

Guillermo und Martina